Gescheine

Veröffentlicht auf von Sabine

Gescheine in der Blüte 2017

Gescheine in der Blüte 2017

In meiner damaligen Wohnung hatte ich auf der Gartenterrasse eine Weinrebe gepflanzt, die ich mal geschenkt bekommen hatte. Ich habe sie an den Pfosten einer Pergola gepflanzt, die als Sichtschutz diente. Und dort durfte meine Weinrebe wachsen, wie sie lustig war. Als glückliche Weinrebe mit freiem Willen sozusagen. Fazit: Nach einigen Jahren hatte ich immer noch keinen Ertrag, aber eine Weinrebe mit vielen kleinen Verzweigungen und einem dünnen Stämmchen.

Als ich dann mit Jochen zusammen gekommen bin, habe ich ihm ganz stolz von meiner glücklichen Weinrebe erzählt. Natürlich brachte er, als er mich einmal besuchen kam, seine Schere und Bast zum anbinden mit. Quasi der erste Friseurbesuch meiner Weinrebe ;-) Denn sie wurde radikal zurück geschnitten und wurde so angebunden, dass sie an der Reling des oberen Balkons entlang wachsen konnte. Wirklich glücklich war ich zugegebener Weise über diese Aktion nicht, habe Jochen aber in der Hinsicht blind vertraut, da ich ja, wie bereits erwähnt, überhaupt keine Ahnung von Weinbau und der Pflege der Pflanzen hatte.

Und meine Weinrebe wuchs und wuchs und schon nach kurzer Zeit, konnte ich die ersten Gescheine - für mich bisher Trauben - sehen.

Aber was sind Gescheine? Wikipedia schreibt: Als Geschein wird im Weinbau der längliche, rispenartige Blütenstand (Infloreszenz) der Weinrebe (Vitis vinifera) bezeichnet. Das Geschein wird im späten Frühjahr ausgebildet, wenn die Triebspitzen 17 - 20 Internodien hat. Jedes Geschein hat eine Vielzahl von Knospen, aus denen während der Rebblüte einzelne Blüten entstehen. Je nach dem Grad der Verrieselung (Befruchtungsstörung) werden aus den befruchteten Blüten eines Gescheines Weinbeeren gebildet, die zusammen eine Traube (botanisch Rispe) ergeben.

Ahjaaa ... :-)

Was ich also immer für eine Ansammlung von vielen kleinen Trauben gehalten habe, ist in Wirklichkeit der Blütenstand einer Weinrebe, an der viele kleine Beeren eine Traube ergeben.

Und diese Gescheine sind ausgesprochen empfindlich gegenüber Frost, den wir dieses Frühjahr leider zu verzeichnen hatten. Daher bleibt abzuwarten, wie groß der Schaden an den Weinstöcken dieses Jahr sein wird. Aber schon jetzt steht fest, dass sehr viele Knospen den Frost nicht überstanden haben und somit auch keine Gescheine entwickeln konnten.

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